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Leichte Sprache

Verständliche Kommunikation beginnt beim Menschen

Leichte Sprache ist mehr als das Reduzieren von Texten. Sie ist eine Frage der Haltung.
In meiner Arbeit steht der Mensch im Mittelpunkt – mit seinen individuellen Fähigkeiten, Herausforderungen und Perspektiven.

Über mehrere Jahre habe ich praktische Erfahrung in der Kommunikation mit Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen gesammelt, unter anderem im Bereich Autismus, ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS). Diese Arbeit hat meinen Blick auf Sprache nachhaltig geprägt.

Kognitive und kommunikative Herausforderungen sind keine reinen Defizitbeschreibungen. Sie gehen häufig mit besonderen Wahrnehmungen, Denkweisen und Stärken einher. Mein Anspruch ist es, diese Stärken sichtbar zu machen und durch passende, respektvolle Kommunikation zu unterstützen.


Kommunikation auf Augenhöhe

Gelungene Kommunikation ist nicht das Problem des Empfängers, sondern wird maßgeblich vom Sender beeinflusst. Verständliche Kommunikation entsteht durch Zuhören, Dialog und echtes Interesse – nicht durch Annahmen darüber, was Menschen brauchen könnten.

Mit Menschen sprechen – nicht über sie.

So entstehen Texte, die Orientierung geben, Vertrauen schaffen und Menschen ernst nehmen.


Sprache, die Entwicklung ermöglicht

Passende Kommunikation kann Selbstvertrauen stärken, Teilhabe ermöglichen und Entwicklung fördern – im Alltag, im beruflichen Umfeld und in der persönlichen Entwicklung.
Leichte Sprache ist für mich daher kein technisches Regelwerk, sondern ein Werkzeug für Respekt und Wirksamkeit.


Fachliche Qualifikation & Zusammenarbeit

Ich habe einen Zertifikatskurs Leichte Sprache bei der Lebenshilfe Hamburg absolviert, der sich an anerkannten Qualitätskriterien orientiert und die Zusammenarbeit mit Prüfgruppen einschließt.

Meine Texte werden durch eine Prüfgruppe gegengelesen, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen der Zielgruppe entsprechen und einen hohen Qualitätsstandard erfüllen.


Mein Anspruch

Leichte Sprache bedeutet für mich, Menschen ernst zu nehmen.
Nicht zu vereinfachen, sondern zugänglich zu machen.

Beispiel für Leichte Sprache

Was ist Wohn-Geld?

Viele Menschen haben wenig Geld.

Einige haben nicht genug für ihre Miete.

Dann können sie ihre Wohnung nicht zahlen.

Für diese Menschen gibt es Hilfe vom Amt.

Diese Hilfe heißt: Wohn-Geld.

 

Sie bekommen Wohn-Geld,

damit Sie ihre Wohnung bezahlen können.

 

Wann bekomme ich Wohn-Geld?

Sie bekommen Wohn-Geld:

1. Wenn Sie nicht viel Geld verdienen.

Das Amt sagt Ihnen, welche Grenzen gelten.

 

2. Wenn Sie keine Sozial-Leistungen bekommen.

Sozial-Leistungen sind zum Beispiel:

• Bürger-Geld

• Grund-Sicherung

 

Wer bekommt Wohn-Geld?

• Menschen, die in einer Miet-Wohnung leben.

• Menschen, die in ihrer eigenen Wohnung leben.

 

Wer prüft, ob ich Wohn-Geld bekomme?

Das prüft die Wohn-Geld-Behörde.

Das ist ein Amt im Rathaus.

Dort bekommen Sie einen Antrag.

Ein Antrag ist ein Zettel zum Ausfüllen.

Das nennt man auch Formular.

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